31. August 2026
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Zahnbleaching

Die 10 häufigsten Fragen

Lesezeit: 4 Min.

von Evi Wagner

Weiß, strahlend, makellos. Noch nie waren helle Zähne so begehrt wie heute. Ein beliebtes Behandlungsmittel: das professionelle Zahnbleaching. Aber wie funktioniert das? Hier die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

1. Wie funktioniert das Bleaching?

Dabei handelt es sich um ein kosmetisches Verfahren, bei dem die natürliche Zahnfarbe mit Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid aufgehellt wird. Das Ziel: dunkle, gelbliche oder verfärbte Zähne sollen weißer erscheinen. Die Peroxide setzen aktiven Sauerstoff frei und dringen in den Zahnschmelz ein. Dort lösen sie Farbpigmente, die oxidiert und chemisch verändert werden.

2. Was macht die UV-Lampe?

Die UV-Lampe beim professionellen Bleaching aktiviert das auf die Zähne aufgetragene Bleichgel (Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid) durch Wärme und Lichtenergie. So wird der Aufhellungsprozess erheblich beschleunigt, sodass Zähne in einer Sitzung um mehrere Nuancen aufgehellt werden können. Die Lampe sorgt also dafür, dass das Gel intensiver wirkt

3. Ist das Bleaching schmerzhaft?

Bleaching ist in der Regel nicht schmerzhaft, kann aber häufig zu einer vorübergehenden Überempfindlichkeit der Zähne führen. Ein kurzes Ziehen oder Reaktionen auf Kälte oder Wärme sind möglich, klingen aber meist nach 24 bis 48 Stunden ab. Das Risiko für Schmerzen ist bei professionellen Behandlungen, die in einer Zahnarztpraxis durchgeführt werden, deutlich geringer.

4. Ist das Bleaching schädlich für die Zähne?

Professionelles Bleaching in der Zahnarztpraxis ist bei gesunden Zähnen in der Regel nicht schädlich, da hier sehr kontrollierte Mittel verwendet werden. Es können jedoch vorübergehend empfindliche Zähne oder gereiztes Zahnfleisch auftreten. Von frei verkäuflichen Produkten aus der Drogerie wird abgeraten, da diese den Zahnschmelz erheblich schädigen können.

5. Wie hält das Ergebnis möglichst lange an?

Ein professionelles Bleaching hält in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, wobei das Ergebnis bei guter Pflege und den richtigen Lebensgewohnheiten sogar bis zu drei Jahre anhalten kann. Die ersten 48 Stunden nach dem Bleaching sind besonders kritisch, da der Zahnschmelz anfälliger für neue Farbstoffe ist. In dieser Zeit sollte man auf färbende Lebensmittel und Getränke – sowie auf das Rauchen – verzichten. Eine professionelle Zahnreinigung zweimal im Jahr kann das Ergebnis verlängern.

6. Wie hell können meine Zähne werden?

Zähne können durch professionelles Bleaching in der Zahnarztpraxis um mehrere Farbstufen, oft sieben bis neun Nuancen, heller werden. Das Ergebnis hängt von der ursprünglichen Zahnfarbe, der Ursache der Verfärbung und der verwendeten Methode ab. Äußere Verfärbungen (durch Genussmittel) lassen sich leichter entfernen als innere Verfärbungen (durch Medikamente, Alterung). Die natürliche Zahnfarbe ist genetisch bedingt, der Zahnschmelz kann unterschiedlich auf Bleichmittel reagieren.

7. Wie oft kann ich das Bleaching machen?

Ein professionelles Bleaching sollte alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden, um Schäden am Zahnschmelz zu vermeiden. Häufigere Behandlungen, etwa einmal jährlich, sind bei guter Zahngesundheit möglich, sollten aber mit dem Zahnarzt abgestimmt werden.

8. Was darf ich nach dem Bleaching essen und trinken?

Nach einem Bleaching sind die Zähne für etwa 48 Stunden empfindlich und nehmen Farbstoffe leicht auf. Man sollte jetzt eine „weiße Diät“ einhalten: Zu vermeiden sind färbende Lebensmittel wie zum Beispiel Kaffee, Rotwein, Beeren oder Curry sowie säurehaltige Produkte. Erlaubt sind helle Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Geflügel, Fisch, Milchprodukte oder Blumenkohl.

9. Kann man behandelte Zähne, Kronen und Füllungen aufhellen?

Nein, beim Bleaching können Kronen, Brücken, Füllungen und Veneers nicht aufgehellt werden. Denn nur die natürliche Zahnsubstanz reagiert auf die Bleichmittel. Künstliche Materialien behalten ihre ursprüngliche Farbe, sodass sie nach der Behandlung dunkler als die aufgehellten echten Zähne erscheinen können.

10. Wie viel kostet ein Bleaching?

Ein Bleaching in der Zahnarztpraxis kostet in Deutschland meist zwischen 350 und 800 Euro. Die endgültigen Kosten hängen natürlich immer von der Methode und dem Umfang ab. Das Zahnbleaching ist eine ästhetische Leistung und wird meist nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Und danach:

Auf schonende Zahnpflege achten

Da die Zähne nach dem Bleaching vorübergehend empfindlicher sein können, sollte auf jeden Fall eine weiche Zahnbürste und eine fluoridhaltige Zahnpasta, die speziell für empfindliche Zähne entwickelt wurde, verwendet werden. Wichtig: Hände weg von aggressiven Whitening-Zahnpasten, denn diese können den Zahnschmelz zusätzlich belasten. Man sollte die Zähne zweimal täglich sanft und gründlich putzen, um Beläge zu entfernen, aber ohne die Zähne zu schädigen. Viele Mundspülungen enthalten Farbstoffe, die die Zähne verfärben können. Daher wird empfohlen, zunächst farblose Mundspülungen zu benutzen oder in den ersten Tagen nach dem Bleaching komplett auf diese zu verzichten.

Erschienen in „#Oberpfälzerin“, Frühjahr/Sommer-Ausgabe 2026

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